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Herber Rückschlag für Familienfreundlichkeit

14.02.2017 |  Familienbund-Präsident: 35 Stunden Ausbildung für Babysitten nach VwGH-Urteil sind völlig überbordend! Die Kosten für die Kinderbetreuung können seit 2009 von steuerpflichtigen Eltern in der Höhe von maximal 2.300 Euro pro Kalenderjahr und Kind abgesetzt werden.
Mädchen mit Kind am Spielplatz

Helene Souza/pixelio.de

Damit wurde eine sehr pragmatische und familienfreundliche Regelung geschaffen. "Bisher war es auch möglich, einen Babysitter in dieser Geltendmachung einzurechnen, sofern diese Person nicht im selben Haushalt lebt und einen Ausbildungskurs im Ausmaß von 8 Stunden absolviert hat. Nun wurde mit dem LStR-Wartungserlass 2016 unter Berufung auf eine VwGH-Erkenntnis dieses Kriterium gekippt und das Stundenausmaß für Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für Babysitter vervierfacht. Dieses beträgt nun ab 1. Jänner dieses Jahres satte 35 Stunden", bedauert Familienbundpräsident Mag. Bernhard Baier diese Änderung, die entgegen der Interessen der Familien steht.

"Während mit dem Dienstleistungsscheck und der 8-Stunden-Ausbildung die Schattenwirtschaft rund um das Babysitten gelichtet wurde, geht es nun wieder in die andere Richtung. Mit der Verschärfung des Ausbildungskriteriums wird das Dunkel wieder größer", befürchtet Baier, der sich auf zahlreiche Rückmeldungen von Eltern beim Familienbund beruft. "Wir haben bereits im Vorfeld Finanzminister Dr. Schelling vor den negativen Auswirkungen dieser Änderung gewarnt", so Baier.

Für den Österreichischen Familienbund ist es unabdingbar, dass darauf geachtet werden muss, Familien das Leben in Österreich zu erleichtern. Die Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten ist hierbei ein wichtiger Punkt. Babysitten ist zudem ein Hilfsdienst und keine pädagogische Einrichtung. Hier pädagogische Kenntnisse einzufordern, die über einen Notfallkurs und grundlegende Kenntnisse des Umgangs mit Kleinstkindern hinausgehen, ist schlichtweg überbordend. Leihomas und Babysitter werden mit diesem Erlass von der Politik konterkariert und der Focus ausschließlich auf institutionelle Betreuung gelegt. "Das ist ein herber politischer Rückschlag betreffend Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsarbeit und geht klar an den Bedürfnissen der Familien vorbei.", kritisiert der Familienbundpräsident diese Änderung scharf.




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